Warum ich mich entschieden habe zu helfen
Gastbeitrag von Andreas Pfaff
Ich habe lange überlegt, ob ich das hier schreibe.
Nicht, weil ich unsicher war, ob ich helfen möchte.
Sondern weil ich weiß, wie sensibel dieses Thema ist.
Es geht um Sibylle Dahrendorf.
Ich kenne sie nicht nur aus ihren Beiträgen oder ihrer Aufklärungsarbeit.
Ich kenne sie auch persönlich.
Und vielleicht macht genau das einen Unterschied.
Was man von außen oft sieht, sind Inhalte, Filme, Texte.
Was man weniger sieht, ist, was es bedeutet, über Jahre schwer krank zu sein.
Nicht das Haus verlassen zu können.
Auf Hilfe angewiesen zu sein.
Und gleichzeitig immer wieder erklären zu müssen, dass das alles real ist.
Ich habe ihren aktuellen Beitrag gelesen.
Über die geplante Behandlung.
Über die Kosten.
Und darüber, dass sie einen Teil selbst trägt – aber nicht alles.
Und ja:
Ich habe mich entschieden, sie zu unterstützen.
Nicht, weil ich beurteilen kann, ob diese Therapie „die richtige“ ist.
Das kann ich nicht.
Sondern, weil ich sehe:
- einen Menschen, der seit Jahren kämpft
- ein System, das dafür keine Antwort hat
- und eine Situation, in der Hilfe oft nur noch privat organisiert wird
Ich glaube, jeder muss für sich selbst entscheiden, ob und wie er hilft.
Sibylle selbst hat ausdrücklich gesagt:
Bitte keine Spenden von Betroffenen.
Das finde ich wichtig.
Denn es zeigt, dass es hier nicht um Druck geht.
Sondern um Unterstützung, wenn sie möglich ist.
Für mich war die Entscheidung einfach:
Ich kann einen kleinen Beitrag leisten – also tue ich es.
Nicht als Lösung.
Nicht als Bewertung.
Sondern als menschliche Geste.
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, findet hier die Kampagne:
Und wer nicht spenden kann oder möchte:
Teilen hilft ebenfalls.
Am Ende geht es vielleicht nicht nur um eine einzelne Person.
Sondern auch um die Frage, warum Menschen überhaupt in solche Situationen kommen.
Andreas Pfaff






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